Kahchun Wong impressed not only with his technical and musical mastery but also with his congenial and relaxed attitude, knowing exactly where to rehearse intensively in all the right places.
— BR-KLASSIK
 
 
 
 
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2018

Business Times: Going beyond an economic relationship

By Teh Shi Ning, 03.10.18

As the Berlin Wall began to crumble in 1989, Ulrich Sante, now Germany's ambassador to Singapore, remembers being glued to the television's live footage. He had just joined the Foreign Office and was studying French in Belgium, but soon decided to fly back to Berlin to join the thousands gathered at the Brandenburg Gate in anticipation of its historic opening.

(...) Beyond government-to-government and business-to-business links, Dr Sante sees an increasing need for "people-to-people relations" - the exchange of language, culture, values and beliefs. A recent example of cultural exchange is the Beethoven im Garten concert, where Wong Kah Chun, the Singaporean chief conductor of the Nuremburg Symphony Orchestra, and five of its key members performed with students of the Yong Siew Toh Conservatory. "It's a strong cultural message about building bridges between Germany and Singapore, between the EU and Asean," says Dr Sante.

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Süddeutsche Zeitung: The Harry Potter of Singapore

By Arne Perras (18.09.18)

Ein Wunderkind, das schon mit fünf Jahren Musikwettbewerbe gewinnt Nein, so war das nicht bei mir“, sagt Kahchun Wong. Alles ganz anders. Ich stamme aus einer Familie absoluter Nicht-musiker.“ Der Vater Soldat, die Mutter Erzieherin. Kein Instrument in Sicht im Alter von fünf Jahren. Zu teuer der Unterricht, zu fern die Klänge von Mahler, Beethoven, Tschaikowski.

Aber dann, mit sieben, ein erster Streich des Glücks. Es flattert dem Jungen in Gestalt eines Formulars entgegen, der Mathematiklehrer verteilt es im Unterricht. Die Eltern sollen das unterschreiben, sagt der Lehrer, es fehlten ihm noch einige Spieler für die Kapelle. Wird schon richtig sein, denken die Eltern. So kommt Kahchun in die Bläsergruppe. Sie drücken ihm ein Kornett in die Hand. Diese Instrumente hatten einst die britischen Kolonialherren auf die Insel in Südostasien gebracht. Blech, das fürs Empire schepperte. Später zogen die Briten wieder ab. Doch die Instrumente blieben.

Dem Jungen gefällt das Trompeten ganz gut. Doch hat er die Pausen beim Proben immer noch am liebsten. Weil er da ein Eis schlecken oder Fußball spielen kann.

Ein Vierteljahrhundert später: Kahchun Wong ist jetzt 32 Jahre alt, mit zügigen Schritten kommt er nach vorne auf die Bühne, sie liegt überdacht in einem Teich, rundherum Wiesen und Palmen, dahinter Urwaldriesen. Samstagabend im Botanischen Garten von Singapur, die Luft ist schwül, die Zikaden zirpen im Gebüsch. Und alle warten auf „Beethoven im Garten“, dirigiert von Kahchun Wong. Der Künstler ist kurz auf Heimatbesuch, bevor er wieder nach Deutschland fliegt. Er muss nach Franken, wo er den Posten des Chefdirigenten der Nürnberger Symphoniker übernimmt.

Kahchun Wong, Singapurer mit chinesischen Wurzeln. Einer, der Welten miteinander verknüpft. Asien und die westliche klassische Musik, das ist die Geschichte einer besonderen Liebe. Und Wong verkörpert sie mit jeder seiner Bewegungen. Dennoch war es alles andere als absehbar, dass der einstige Schüler mit dem Kornett später einmal klassische Symphonieorchester dirigieren würde. Ein Lehrer aus der Musikszene in Singapur schreibt per SMS: „Ach ja, Kahchun, wir erlebten ihn noch als Jungen, seht, wie er gewachsen ist, ich bin sehr stolz auf ihn.“

Das Konzert lockt Tausende Besucher in den Botanischen Garten, Paare packen ihre Picknickkörbe aus, Kinder toben im Dämmerlicht, während die Musiker ihre Instrumente stimmen. Ein Volksfest, von der deutschen Botschaft initiiert, fünf Musiker aus Nürnberg sind dabei, Wong dirigiert das Orchester seines früheren Konservatoriums, Yong Siew Toh of Music, er tut es ohne Gage, tritt als Kulturbotschafter auf, um einen Moment deutsch-singapurischer Freundschaft zu feiern.

Und was für ein Moment das ist: Wongs Arme rühren und schaufeln, rudern und ziehen, sein Körper trabt, zittert und hopst. Keine Gestalt, keine Bewegung scheint ihm unmöglich. Und wenn es nötig ist, dann reißt er auch mal den Mund ganz weit auf und zeigt die Zähne, um Beethovens Siebte voranzutreiben. Rastlos, aufgewühlt, getrieben. Aber dann auch wieder ruhend, pochend, voller Melancholie.

Im Publikum fällt es vielen schwer, ihre Faszination für diese Art der Musik in Worte zu fassen, viele haben schon als kleine Kinder begonnen, ein klassisches Instrument zu lernen, meistens Klavier oder Geige, oft wollten das die Eltern so und sagten ihren Kindern dabei Sätze wie: „Das ist gut für die Entwicklung deines Hirns.“ Ein IT-Spezialist mit chinesischen Wurzeln sagt, dass ihn in all der Hektik seines Lebens „Momente des Zuhörens“ wirklich aufbauen, und auf Klassik könne er sich am besten einlassen, obwohl sie wenig mit der eigenen Kultur zu tun habe.

Eine Lehrerin entdeckt in den Stücken die Emotionen eines anderen Menschen, die des Komponisten, und das sei für sie sehr besonders. Ein Student schleppt seine Freunde an, die nichts am Hut haben mit Klassik, aber er will ihnen zeigen, was sie verpassen. Weil er nirgendwo so gut seine „innere Ruhe“ finde wie in dieser Musik.

Und Wong? Der westlichen symphonischen Musik ist er zum ersten Mal im Alter von 17 Jahren begegnet. Auch er nennt das ein „schwer zu beschreibendes Gefühl“. Zum Beispiel Tschaikowski, die Fünfte. „Da ist etwas, das mich anrührt, es fasst dich an, bewegt dich, bringt dich zum Weinen. Es ist, als ginge ich ins Kino, das große Epos, ‚Herr der Ringe‘, und am Ende hat man eine sehr weite Reise gemacht.“

Wongs Reise führt ihn nach der Schule zunächst ins Militär, dann aufs Konservatorium in Singapur, weiter nach Baltimore in den USA und schließlich zur Dirigentenklasse von Christian Ehwald an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. Zu Wongs Förderern gehörte kurz vor seinem Tod auch Kurt Masur. 2016 gewinnt der Singapurer gar als erster Asiate den prestigeträchtigen Gustav-Mahler-Dirigentenwettbewerb der Bamberger Philharmoniker. Seither gilt er als einer der großen Nachwuchsdirigenten.

Wenn er von seinem Leben erzählt, darf die Zeit im Militär nicht fehlen, jeder Singapurer muss zwei Jahre Wehrdienst leisten. Wong sagt, er habe sich elend gefühlt. Es sind die Jahre, in denen junge Musiker an ihrer Karriere feilen, zu Wettbewerben gehen, um vielleicht den großen Sprung zu schaffen. Was soll man da in der Armee? Wong hat noch Glück, weil er in die Kapelle kommt. Aber der Sergeant Major ist nie zufrieden, wenn die Rekruten zur Musik marschieren, einer tanzt immer aus der Reihe.

Und so hören sie nicht auf zu marschieren, und die Kapelle hört nicht auf zu spielen. Jeder Musiker weiß, dass es dafür Grenzen gibt, aber nicht jeder Sergeant Major. Am Ende zieht sich Wong ein Nervenleiden zu, seine Lippen sind taub, er muss pausieren, darf stattdessen aber komponieren. Die Truppe braucht Märsche, und Wong soll sie schreiben.

Ein harter Arbeiter ist er schon seit seiner Jugend, ohne Disziplin und Fleiß scheint der Weg in die Weltspitze nicht möglich. Und ohne außergewöhnliches Talent natürlich auch nicht. Wobei Wong seinen Weg doch etwas anders beschreibt. Er beharrt darauf, dass vieles im Leben Glückssache sei, behauptet gar, dass er mehr Glück als Talent habe. Es klingt zunächst nach Unterstatement, aber Wong hält dagegen: Hätte es das Formular des Mathelehrers nicht geben, hätten seine Eltern es nicht unterschrieben, wo wäre er jetzt? Was, wenn ihn sein Vorgesetzter im Militär in die Infanterie versetzt hätte, als er nicht mehr trompeten konnte? Aber er ließ ihn komponieren, „weil er ein feiner Mensch war“. Das meint Wong mit Glück.

Musik hat sein Leben verwandelt, da ist er sich ganz sicher, es habe für ihn aber nur ein kleines Fenster gegeben, „dem Klub beizutreten“. Nun möchte er, dass auch andere junge Leute solche Chancen bekommen. Er gibt deshalb sogenannte „Red Bean Concerts“, zu denen er meist Kinder aus benachteiligten Familien einlädt, er verteilt seine Musiker dabei in einem großen Kreis, dazwischen mischt er Stühle für die kleinen Zuhörer, sie sitzen also im Geschehen, während Wong in der Mitte mit dem Taktstock herumwirbelt und Beethoven dirigiert wie im Auge eines Taifuns.

Manche Kinder glauben, dass er ein Harry Potter ist, mit seinem langen Stab. „Wenn sie mich fragen, ob ich zaubern kann, dann sag ich immer Ja.“ Später dürfen sie selber mal mitdirigieren. Und dann, wenn der Wirbelwind eines Beethoven vorüber ist, löffeln sie zusammen Rote-Bohnen-Suppe, ein süßes Dessert, das man in Singapur liebt.

Dass Zuschauer mitten unter den Musikern sitzen, hat Wong mal in Berlin gesehen, der Dirigentenkollege Iván Fisher aus Budapest bietet Konzerte mit heißer Schokolade. Wong spürt auf der ganzen Welt Ideen auf. Was ihn inspiriert, baut er in die eigene Arbeit ein, formt es um, entwickelt es weiter. Schließlich kommt er aus Singapur, wo man eklektizistische Fertigkeiten zur hohen Kunst verfeinert hat.

Am kommenden Samstag dirigiert Kahchun Wong das Saison-Eröffnungskonzert der Nürnberger Symphoniker mit der Violinistin Midori als Solistin.

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Straits Times: Singaporean conductor brings German music home (11.09.18)

By Neo Hui Min - After treating 65,000 people at an open-air concert in Germany to the wild music of a Singapore thunderstorm and a folk song performed by children in Ang Mo Kio, Mr Wong Kah Chun is planning to bring home a very German symphony in exchange. On Saturday, the chief conductor of the Nuremberg Symphony Orchestra and five key members will partner students at the Yong Siew Toh Conservatory for a performance of Beethoven's Symphony No. 7 at the Botanic Gardens.

"This is a kind of cultural dialogue between Singapore and Germany and this is what I really stand for as the chief conductor of the Nuremberg Symphony and as a Singaporean - Germany is where I studied and it's where I now call my home, and Singapore is of course where I was brought up," Mr Wong, 32, told The Straits Times.

The young conductor had caught the attention of major orchestras after he won the prestigious Gustav Mahler Conducting Competition in Germany in 2016. He is the first Singaporean and one of a handful of Asians to be named chief conductor of a European orchestra.

"If I say the Yong Siew Toh Conservatory is like a parent because it brought me up - I studied there for four years, learning and growing - then the Nuremberg Symphony is like a partner, we're growing together over the next few years."

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Senatus Magazine: Singaporean Kahchun Wong to lead Nuremberg Symphony Orchestra at the Botanic Gardens

By Peter Vossner, 11.09.18

After leading the Nuremberg Symphony Orchestra in the final concert of the 2018 Klassik Open Air series in Nuremberg, Germany last month, and marking his debut at the event that represents Europe's largest open-air classical music concert drawing over 160,000 music lovers, Singaporean Kahchun Wong begins his first season as Chief Conductor of the Nuremberg Symphony Orchestra. Wong is set to also perform with the New York Philharmonic debut leading that orchestra's annual Lunar New Year concert in February 2019.

At the Klassik Open Air, Wong who was educated in Germany and the US chose a lively and varied program that focuses on love stories from around the world which reflects his own multi-cultural heritage. The program included Bernstein's Symphonic Dances from West Side Story, selections from Prokofiev's Romeo and Juliet, and He/Chen's Butterfly Lovers Violin Concerto with soloist Bomsori Kim. The program also featured an interactive performance of Wong's Sunny Island, which blends a recording of the Malay folksong "Dayung Sampan" sung by Singaporean children (ages 4 through 6) from his Project Infinitude initiative with a recording of rain falling on various parts of Singapore.

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Mittelbayerische Zeitung: Nuernberg freut sich auf neuen Dirigenten

By Nikolas Pelke, 29.08.18 NÜRNBERG.Für fränkische Klassik-Kenner ist Kahchun Wong kein Unbekannter. In Bamberg hat Wong vor zwei Jahren den renommierten Gustav-Mahler-Dirigierwettbewerb gewonnen. Während der Probenarbeit in der Konzerthalle an der Regnitz soll sich Wong mit deutsch-englischen Anweisungen à la „The second Takt, very kurz bitte!“ bereits als genauso charmanter wie sympathischer Unterhalter erwiesen haben.

Musikalisch konnte Wong seine Meisterschaft beispielsweise mit dem Schlusssatz aus Gustav Mahlers 3. Sinfonie beweisen. Sogar Marina Mahler, die Enkelin des großen Komponisten, zeigte sich in der Jury über die Arbeit des jungen Asiaten am Pult begeistert. Kein Geringerer als der ehemalige Chefdirigent der Bamberger Symphoniker, Jonathan Nott, gratulierte Kahchun Wong als Erster zum Sieger des bedeutenden Mahler-Wettbewerbs in Bamberg. In seiner Laudatio lobte Nott neben „der technischen und musikalischen Souveränität“ auch die „sympathisch-humorvolle Lockerheit“ von Wong, der seine Karriere auch deutschen Mentoren wie Kurt Masur und Bernard Haitink zu verdanken hat. „Was ich von Kurt Masur gelernt habe, das ist die Liebe zur Musik“, hat Wong einmal über seinen mittlerweile leider verstorbenen musikalischen Fürsprecher und Ziehvater in einem Interview gesagt.

(...) Beim „Klassik Open Air“ hat Wong kürzlich zum ersten Mal das fränkische Publikum unter freiem Himmel begeistern können. Für sein Debüt beim beliebten „Klassik-Woodstock“ im Luitpoldhain hat Wong mit einer Hitparade seiner persönlichen Lieblingsstücke von Leonard Bernstein bis Sergej Prokofjew die Besucher von ihren Picknickdecken gerissen. Wong zeigte sich von seinen neuem Klangkörper ebenfalls beeindruckt. „Dieses Orchester hat eine Seele. Und zwar eine Seele, die die Musik erforschen will“, lobte Wong die Symphoniker in einem Interview mit BR-Klassik.

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Flying Inkpot: From Singapore to Nuremberg – An Interview With Wong Kahchun

By Aileen Tang, 23.08.18

In the high-stakes, jet-setting world of international conducting, few have flown quite as high as Singaporean composer-conductor Kahchun Wong (b. 1986). After beating 13 other competitors to win the prestigious Gustav Mahler Competition in 2016 (its first winner was Gustavo Dudamel), his performances have been in ever-increasing demand. Future engagements include conducting the New York Philharmonic Orchestra in their Lunar New Year concert in 2019 and come September 2018, he will take up the mantle as Chief Conductor of the Nuremburg Symphony Orchestra – a rare honour as an Asian conductor.

But Singaporean fans needn’t fly to Germany to catch him in action – on September 15, he will be conducting musicians from the Nuremburg Symphony Orchestra alongside the Yong Siew Toh Conservatory Orchestra in a performance of Beethoven’s Symphony No. 7 at the Shaw Foundation Symphony Stage as a celebration of the friendship between Germany and Singapore.

Thrust into his role as a cultural ambassador for Singapore to the world, Wong takes it in his stride, seeing himself as carrying on the ‘wishes and spirit’ of outstanding Singaporean musician predecessors, who have ventured beyond Singapore to Germany and other places, to bring Singapore to the world and at the same time bring the world to Singapore’ – a cultural dialogue that he finds most meaningful.

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Prime Minister's Office (Singapore): Transcript of Speech by Prime Minister Lee Hsien Loong at the National Day Rally

By Prime Minister Lee Hsien Loong, 19.08.18

Building and rebuilding Singapore is not just about satisfying material needs. The human spirit must flourish in Singapore. Recently, the National Geographic magazine published a special issue on Singapore: City of Tomorrow. You can pick up a copy later after the Rally. The issue celebrates ordinary Singaporeans doing extraordinary things, taking the path less travelled, excelling in their own fields.

(...) And, finally, Wong Kah Chun, a conductor and composer. Kah Chun grew up in a Chinese-speaking family. He discovered Western classical music as a young boy at Jurong Primary School. His math teacher was in charge of the school band, and asked him to join it. Through his school band, Kah Chun found his love for music, pursued his music education and won a scholarship to the NUS-Yong Siew Toh Conservatory of Music. After that a National Arts Council (NAC) scholarship to do his Masters’ in Germany. School bands started in 1965. Soon after we became independent, Mr Lee Kuan Yew made school bands a priority. This gave many students from modest backgrounds the opportunity to pick up music. In our first National Day Parade in 1966, many newly formed school bands marched with pride, wearing their new uniforms. This was before Kah Chun was born. Today, aged 32, Kah Chun is the chief conductor of the Nuremberg Symphony Orchestra in Germany – a prestigious appointment. Next year, Kah Chun will be a guest conductor of the New York Philharmonic Orchestra for their Lunar New Year concert. Kah Chun also co-founded Project Infinitude, an initiative to bring music to less privileged and special needs children, in Singapore and elsewhere. He is giving back to society, so that others can discover music just like he did. Here he is with the kids at Child at Street 11, a non-profit organisation that runs a pre-school in Ang Mo Kio. But when Kah Chun comes home to his HDB flat in Jurong West that he grew up in – second floor, still no air con, sweaty at night – he says it is still “the best because it is home, and better than any hotel”.

Read the full transcript by Prime Minister Lee Hsien Loong here.

BR-Klassik: "A musical gift from my homeland" - Kahchun Wong's debut at the Klassik Open Air in Nuremberg

By Uta Sailer, 03.08.2018

BR-KLASSIK: Herr Wong, haben Sie beim Klassik Open Air etwas Besonderes dabei – eine kleine Stärkung oder einen Glücksbringer? Kahchun Wong: Ja, ich bin ein großer Whisky-Fan und hab‘ immer ein paar Flaschen mit dabei. Vor oder während des Konzerts rühre ich die natürlich nicht an. Aber nach dem Konzert werde ich mir wohl ein Gläschen genehmigen.

BR-KLASSIK: Sie haben Backstage mehrere Flaschen Whisky stehen? Kahchun Wong: Die habe ich in meinem Hotelzimmer. Aber das ist eigentlich ein gute Idee: Vielleicht bringe ich den Whisky ja mit. Dann kann ich gemeinsam mit meinen Musikern anstoßen.

BR-KLASSIK: Im Hinblick auf das Konzert: Worauf freuen Sie sich, wovor haben Sie Respekt? Kahchun Wong: Mir ist natürlich klar, dass das eines der wichtigsten kulturellen Events der Stadt ist. Und für mich ist es die Gelegenheit, dem Publikum "Hallo" zu sagen. Ein bisschen ist das so, als würde man Freunde besuchen. In Singapur, wenn ich bei einem Freund eingeladen bin, bringe ich etwas mit: eine Flasche Wein oder ein bisschen Schokolade, ein kleines Geschenk eben. Deswegen dachte ich, es wäre doch eine schöne Idee, den Nürnbergern ein musikalisches Geschenk aus meiner Heimat mitzubringen: eine eigene Komposition mit dem Titel "Sunny Island in Germany". Und ich hoffe, dem Publikum gefällt das.

BR-KLASSIK: Das ist ein besonderes Stück, denn das Publikum kann mitspielen – was genau haben Sie vor? Kahchun Wong: Das Stück besteht aus drei Teilen. Anfangs hören wir Regengeräusche. Und dafür brauche ich das Publikum. Es gibt eine Aufnahme von Regen aus Singapur, die man auf seinem Smartphone abspielen kann. Und wenn die digitale Version dem Publikum nicht gefällt, kann es die Regengeräusche auch analog machen: indem es klatscht, oder mit den Füßen trappelt. Wenn dann der Regen nachgelassen hat, hören wir Kinderstimmen, die ein Volkslied aus meinem Heimatland singen. Und das verbindet sich schließlich mit einem Marsch, den das Orchester spielt. Also eine dreiteilige Komposition, die die großen Leidenschaften meines Lebens miteinander verknüpft: mein Orchester, den Kinderchor aus Singapur, mit dem ich im Rahmen eines Education-Projektes zusammenarbeite, und meine neue Familie: das Nürnberger Publikum.

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Nordbayern: Debüt beim "Klassik Open Air": Kahchun Wong ist bereit

By Jens Voskamp, 03.08.2018

Gerade ist er aus Japan nach Nürnberg gejettet und hat sich auf etwas Abkühlung gefreut. Denn in dem asiatischen Inselreich hatte es Kahchun Wong mit Erdbeben, Taifunen und einer Affenhitze zu tun. Doch so wirklich kühl ist es derzeit in Zentraleuropa auch nicht gerade.

Nun sitzt er entspannt in einer fränkischen Hotelbar und freut sich wie ein Schnee(!)könig über einen Eiskaffee. "Der ist wirklich sensationell", meint der Musiker. "Bei uns macht man ihn mit Eiswürfeln, aber hier wird er mit richtigem Speiseeis und echter Sahne zubereitet."

Der Clou des Freiluft-Abends aber soll aber ein Begrüßungsgeschenk werden. Wong, der Schüler von Kurt Masur und Esa Pekka-Salonen, arbeitet in seiner Heimat Singapur intensiv in der frühkindlichen musikalischen Erziehung. Und so hat er mit Zwei- bis Vierjährigen das alte Kinderlied "Dayung Sampan" aufgenommen und in einen kleinen Marsch umgewandelt. Das Lied handelt von einem Fischer, der mit seinem Boot auf die See hinausrudert.

Am liebsten hätte er seine Schützlinge, die aus allen sozialen Schichten kommen, mit nach Nürnberg genommen. Aber da das nicht ging, wird es nach dem Sparda-Wunschstück, das hier natürlich noch nicht verraten werden soll, eine mediale Brücke von Südostasien nach Franken per Smartphone-App geben.

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Straits Times: Children get to enjoy classical music concert, many for the first time

By Tan Tam Mei, 24.03.18

SINGAPORE - As the musicians performed the classical tunes, the children were encouraged to dance, sing and move to the music. Some of them immersed themselves in the pieces by closing their eyes and tapping to the beat during the hour-long Red Bean Concert on Saturday (March 24).

About 60 children - some from low-income backgrounds and others with disabilities - gathered at what is believed to be Singapore's first inclusive concert at the Kebun Bahru Community Centre in Ang Mo Kio.

The event, which was also attended by MP for Nee Soon GRC Henry Kwek, was the first in a series of three concerts that will take place this year (2018) to make classical music available to those who have little or no access to such music.

The concerts are organised by award-winning conductor Wong Kah Chun, 31, and non-profit agency Child at Street 11. Mr Wong had won the first prize at the prestigious Gustav Mahler Conducting Competition in Germany in 2016.

The Red Bean Concert is part of a music education initiative called Project Infinitude 2018 that was co-founded by Mr Wong. It was inspired by similar concerts in other countries where children with developmental disabilities and their families are able to express themselves in classical music concerts, he said.

Mr Wong, who will start his appointment as chief conductor of the Nuremberg Symphony Orchestra in September, said: "Through music, I would like to inspire more listening in our children, which would lead to empathy, mutual understanding and love in our society."

At the end of the hour-long concert, there was also a grand finale in store for the children and their families - a comforting bowl of red bean soup.

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BR-Klassik: "Mahler und Butterbrezen" - Portrait neuer Chefdirigent der Nuernberger Symphoniker

By BR-Klassik, 15.03.18

Am 17. und 18. März steht Kahchun Wong als neuer Chefdirigent erstmals am Pult der Nürnberger Symphoniker. Nachdem Publikumsliebling Alexander Shelley zum Ende der Spielzeit 2016/17 ins kanadische Ottawa gewechselt ist, übernimmt jetzt der 31-jährige Wong aus Singapur die Leitung.

Ein Kindheitserlebnis hat Kahchun Wong geprägt: Im Alter von sieben Jahren spielte er in der Schulband die Trompete. Schon damals war Musik für ihn immer verbunden mit einem starken Wir-Gefühl und der Idee davon, gemeinsam mit anderen etwas auf die Beine zu stellen. Diese frühe glückliche Erfahrung, zusammen mit Freunden Musik zu machen, hat auch sein Selbstverständnis als Dirigent nachhaltig beeinflusst.

"Unsere Aufgabe ist es, das Beste aus den Musikern heraus zu holen. Und zwar nicht von oben herab wie ein Schulmeister, sondern indem wir eine Atmosphäre des gemeinsamen Musizierens aufbauen", sagt Kahchun Wong. Alles Mögliche haben sie damals in der Schulband gespielt, erzählt Kahchun Wong. Einfachere Stücke aus Tschaikowskys "Schwanensee", aber auch Werke zeitgenössischer Komponisten aus Amerika und Europa. Die Lust an Neuer Musik begleitet Kahchun Wong bis heute. In seiner Heimat Singapur hat er das Asian Contemporary Ensemble gegründet, das er nach wie vor leitet. Und die Stücke des zeitgenössischen chinesischen Komponisten Chen Qigang könnte er in Dauerschleife hören. Seinen Durchbruch erlebte Kahchun Wong im Mai 2016, als er den begehrten Gustav-Mahler-Dirigentenwettbewerb in Bamberg gewann. Er dirigierte den Schlusssatz aus Mahlers Dritter Symphonie und überzeugt alle, sowohl technisch als auch mit seiner Spielfreude. Von dieser Symphonie fühlt er sich besonders angesprochen, sie erinnert ihn an ein Wesen aus der chinesischen Mythologie: an Pangku, der die Welt erschaffen hat. "Für mich drückt Mahler in seiner Dritten Symphonie aus, dass es im Leben nicht um eine bestimmte Religion geht oder um einen bestimmten Gott, sondern einzig und allein um die Liebe."

Seit diesem Wettbewerbs-Sieg geht es für Kahchun Wong steil bergauf: Als gefragter Gastdirigent und Nachwuchsstar ist er in Asien, China, Amerika und Europa unterwegs. Doch frei von Selbstzweifeln ist er nicht. Alexander Shelley bewundert er für sein Auftreten als perfekter Gentleman und hat gleichzeitig Sorge, den Vergleich mit seinem beliebten Vorgänger nicht standhalten zu können. Ohnehin ist Kahchun Wong nicht der Typ für Maestro-Allüren. Da ist ihm fränkische Bodenständigkeit schon näher. Was er als erstes macht, wenn er in Nürnberg ankommt? Sich eine Butterbreze besorgen: "Die liebe ich! Immer wenn ich in Norddeutschland bin, will ich auch Butterbrezen essen, aber die schmecken einfach nicht so gut."

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2017

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2016

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